Europa Meisterhaft

5. November 2014 Konservatorium Bern 19.30

Europa Meisterhaft

Enrico Onofri: Barockvioline, Leitung und Solist
Vital Julian Frey: Cembalo, Solist
Fruzsina Hara: Trompete

 

 

GEORG PHILIPP TELEMANN (1681– 1767)

«Ouverture des Nations anciennes et modernes» in G-Dur
TWV55:G4

 

CARL PHILIPP EMANUEL BACH (1714 – 1788)

Concerto per il Cembalo concertato, accompagnato da due Violini,
Violetta e Basso G-Dur H. 412 Wq. 9

 

Sinfonia N. 1 a Violino primo, Violino secondo, Violetta e Basso
G-Dur H. 657 Wq. 182-1

 


 

GEORG PHILIPP TELEMANN (1681 – 1767)

«Völker Ouvertüre» (Klingende Geographie) B-Dur TWV55:B5

 

«Tafelmusik» Concerto für 3 Violinen, Streicher und Continuo F-Dur
TWV 53:F1

 

Konzert D-Dur für Violino concertato, Trompete, Violinen, Violen, Violoncello obligato und Basso continuo TWV 53:D5

 

Das Europa des 18. Jahrhunderts war französisch. In Deutschland ruinierten sich Fürsten mit Kopien von Versailles. Auch musikalisch galt Frankreich als Vorbild. G.P. Telemanns Ouvertüren, die wir in diesem Konzert spielen, beginnen denn auch im grossen französischen Stil. Aber dann folgen witzig ironische Charakterporträts europäischer «Nationen»: Unter die Türken, Schweizer, Portugiesen, und die alten und modernen Schweden mischen sich Hinkende, Läufer und ein paar betagte Damen.

 

Telemann nahm in seiner Musik immer wieder verspielt musikalische Impulse und Moden aus ganz Europa auf. Aber auch innerhalb von Deutschland überschritt der produktive Komponist Grenzen, indem er als Musikdirektor der Stadt Hamburg ein dynamisches Konzertleben ausserhalb aristokratischer oder kirchlicher Kreise ermöglichte.

 

Ein ähnlich offener und umtriebiger Geist war Telemanns Patensohn und Hamburger Nachfolger C.P.E. Bach, der nicht nur in allen Musikzentren Europas Agenten hatte, sondern auch regen Austausch mit einigen der grössten Dichter, Maler und Philosophen seiner Zeit pflegte.

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